Rentenbedarf – der Ratgeber für 2026
So viel Kapital du für den Ruhestand brauchst und wie du deine Rentenlücke schließt.
Rentenplanung auf einen Blick
- Rentenlücke: Differenz zwischen gewohntem Nettoeinkommen und erwarteter gesetzlicher Rente – meist mehrere hundert Euro pro Monat.
- Kapitalbedarf: 12 × monatliche Lücke × Ruhestandsjahre (häufig 18 bis 25 Jahre).
- Sparrate: Mit Zinseszins ist oft deutlich weniger als 10 % des Einkommens nötig – je früher du startest, desto niedriger.
- Wichtig: Die gesetzliche Rente deckt 2026 im Schnitt nur rund 48 % des letzten Nettoeinkommens.
Was ist der Rentenbedarf?
Der Rentenbedarf beschreibt, wie viel Geld du im Ruhestand monatlich benötigst, um deinen gewohnten Lebensstandard zu halten. Die gesetzliche Rente deckt davon nach heutigem Stand nur einen Teil ab – die Differenz ist deine Rentenlücke.
Aus der monatlichen Lücke ergibt sich der Kapitalbedarf: Multiplizierst du die jährliche Lücke mit der voraussichtlichen Zahl deiner Ruhestandsjahre, erhältst du das Kapital, das du bis zum Renteneintritt ansparen solltest. Der Rentenbedarf-Rechner macht diese Planung in wenigen Sekunden.
So schließt du deine Rentenlücke
Um die Lücke zu schließen, sparen viele einen Teil ihres Einkommens in eine private Altersvorsorge. Wie hoch die monatliche Sparrate sein muss, hängt von der Restlaufzeit, deinem vorhandenen Kapital und der erwarteten Rendite ab.
Der Zinseszins-Effekt wirkt dabei für dich: Wer früh beginnt, muss deutlich weniger einzahlen als jemand, der erst mit 50 startet. Der Rentenbedarf-Rechner berücksichtigt genau diesen Effekt und zeigt dir deine nötige Monatsrate.
| Monatliche Lücke | Ruhestand (Jahre) | Kapitalbedarf (ca.) |
|---|---|---|
| 500 € | 20 Jahre | 120.000 € |
| 800 € | 20 Jahre | 192.000 € |
| 1.000 € | 22 Jahre | 264.000 € |
| 1.500 € | 25 Jahre | 450.000 € |
Die Rentenlücke richtig einschätzen
Deine gesetzliche Rente hängt von deinen Entgeltpunkten ab – also davon, wie lange und wie viel du eingezahlt hast. Als Faustregel gilt: Die gesetzliche Rente liegt bei rund 48 % des letzten Nettoeinkommens (Orientierungswert 2026).
Der schnellste Weg zu deiner persönlichen Lücke: Nettoeinkommen minus zu erwartende Rente. Die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung liefert dir dafür die exakten Zahlen – den Rechenweg übernimmst du hier.
Welche Rendite ist realistisch?
Je höher die angenommene Rendite, desto niedriger die nötige Sparrate – aber auch desto größer das Risiko. Realistische Orientierungswerte für 2026 helfen dir, deine Planung nicht auf zu optimistische Zahlen zu stützen.
| Anlageform | Rendite (p. a.) | Risiko |
|---|---|---|
| Tagesgeld | ca. 1–2 % | Sehr gering |
| Festgeld | ca. 2–3 % | Gering |
| Mischfonds | ca. 3–5 % | Mittel |
| Aktienfonds/ETF | ca. 5–7 % | Höher |
Tipps für deinen Rentenplan
- Früh starten: Der Zinseszins arbeitet am stärksten in den ersten Jahren – jeder zusätzliche Sparmonat zählt.
- Sparrate automatisieren: Dauerauftrag direkt nach dem Gehaltseingang – so bleibt nichts liegen.
- Förderungen nutzen: Riester-Zulagen und bAV mit Arbeitgeberzuschuss entlasten deinen eigenen Beitrag spürbar.
- Regelmäßig überprüfen: Alle 5 Jahre Einkommen, Lücke und Sparrate neu berechnen – der Rentenbedarf-Rechner macht das kostenlos.