Sterbegeldversicherung: Versichern oder selbst besparen?
Was eine Sterbegeldversicherung kostet, wann sie sich lohnt und warum das Selbstbesparen oft die günstigere Alternative ist – alle Fakten im Überblick.
Was ist eine Sterbegeldversicherung?
Die Sterbegeldversicherung ist eine kleine Kapitallebensversicherung, die im Todesfall die Kosten der Beerdigung absichert. Die vereinbarte Sterbegeld-Summe (meist 3.000 bis 50.000 €) wird den Hinterbliebenen steuerfrei ausgezahlt, damit diese die Bestattungskosten ohne finanzielle Sorgen tragen können.
Im Gegensatz zur Risikolebensversicherung zählt die Sterbegeldversicherung sicher, solange der Vertrag bis zum Tod besteht – auch wenn die vereinbarte Laufzeit (meist bis zum 85. Lebensjahr) erreicht wird. Dafür ist der monatliche Beitrag deutlich höher, da ein Teil deiner Beiträge als Sparanteil verzinst wird.
So funktioniert unser Sterbegeld-Rechner
Unser Rechner ermittelt anhand deines Alters, der gewünschten Sterbegeld-Summe, deines Geschlechts und deines Gesundheitszustands den typischen Marktbeitrag und stellt ihn dem Selbstbesparen gegenüber:
Monatsbeitrag ermitteln
Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand bestimmen den Beitrag pro 1.000 € Sterbegeld-Summe.
Gesamtkosten hochrechnen
Der Monatsbeitrag wird über die Jahre bis zum 85. Lebensjahr kumuliert.
Selbstbesparung simulieren
Wir berechnen die nötige Sparrate, um die Summe bis 85 mit 2 % Zins selbst anzusparen.
Break-Even vergleichen
Die Break-Even-Analyse zeigt, ab wann und mit welcher Rendite das Sparen die Versicherung schlägt.
Vergleichstabelle: Versichern vs. Selbstbesparen
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Sterbegeldversicherung und selbst angespartem Notgroschen im Überblick:
| Kriterium | Sterbegeldversicherung | Selbst besparen |
|---|---|---|
| Monatliche Kosten | Beitrag inkl. Abschlusskosten | Nur die eigene Sparrate |
| Sicherheit der Auszahlung | Garantierte Summe im Todesfall | Abhängig vom Ersparten |
| Flexibilität | Gering (Kündigung bringt Verluste) | Jederzeit frei verfügbar |
| Renditechance | Niedrig (garantierter Zins) | Höher (z. B. ETF-Sparplan) |
| Geeignet für | Absicherung ohne Anlageerfahrung | Wer diszipliniert sparen kann |
Wichtige Tipps zur Entscheidung
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Bestattungskosten realistisch kalkulieren: In Deutschland kosten Beerdigungen je nach Region und Ausstattung durchschnittlich 6.000 bis 12.000 €. Orientiere die Sterbegeld-Summe an diesem Betrag plus einem Puffer für Sonderwünsche.
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Jung abschließen lohnt sich: Je jünger du beim Abschluss bist, desto günstiger der Beitrag und desto länger läuft die Ansparphase. Mit über 70 Jahren wird die Sterbegeldversicherung schnell sehr teuer.
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Abschlusskosten im Blick behalten: Die ersten Jahre fließen viel Beiträge in Abschluss- und Vertriebskosten. Eine vorzeitige Kündigung führt daher fast immer zu Verlusten – prüfe bei Altverträgen die Beitragsfreistellung.