GKV oder PKV? Der große Vergleich für 2026
Gesetzliche oder private Krankenversicherung – die wichtigsten Unterschiede, Rechengrößen 2026 und Entscheidungshilfen im Überblick.
Was ist der GKV-vs-PKV-Vergleich und wie funktioniert er?
Der GKV-vs-PKV-Vergleich stellt deine beiden Optionen gegenüber: die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) mit einem einkommensabhängigen Beitrag und die private Krankenversicherung (PKV) mit einem alters- und gesundheitsabhängigen Beitrag. Für Angestellte gilt: Erst ab der Versicherungspflichtgrenze (JAEG) von 6.450 € brutto monatlich im Jahr 2026 ist ein Wechsel in die PKV überhaupt möglich. Selbstständige und Beamte können frei zwischen GKV und PKV wählen.
Du wählst deine Beschäftigungsart, trägst dein Bruttoeinkommen ein, wählst deine GKV-Kasse und gibst Tarif, Gesundheitszustand und Selbstbeteiligung deiner PKV an. Der Rechner vergleicht dann in Echtzeit den monatlichen Eigenanteil – inklusive Zusatzbeitrag, Pflegeversicherung, kostenloser Familienversicherung in der GKV und einer Beitragsprognose bis zur Rente.
So setzt sich der Vergleich zusammen
Der Kern des Vergleichs ist dein monatlicher Eigenanteil. Bei Angestellten in der GKV teilt sich der Arbeitgeber die Beiträge hälftig. In der PKV zahlst du deinen Beitrag selbst – der Arbeitgeber gibt einen begrenzten Zuschuss, dessen Höhe sich an der GKV orientiert. Zusätzlich entscheiden Familienversicherung und Altersentwicklung über die langfristige Kostenseite.
GKV-Beitrag
Allgemeiner Satz 14,6 % (mit Krankengeld) oder ermäßigt 14,0 %, plus Zusatzbeitrag (Ø 2,9 %) – bei Angestellten hälftig geteilt.
PKV-Beitrag
Alters- und gesundheitsabhängig, kein Zusatzbeitrag. Mit Tarifwahl und Selbstbeteiligung gestaltbar – im Alter steigend.
Familienversicherung
In der GKV beitragsfrei für Partner ohne Einkommen und Kinder; in der PKV zahlt jede Person einen eigenen Beitrag.
Beitragsprognose
Die Langzeitprognose zeigt die Entwicklung bis zur Rente: GKV einkommensabhängig mit Deckel, PKV altersbedingt steigend.
Rechengrößen & Grenzwerte für den Vergleich 2026
Die wichtigsten Grenzwerte und Rechengrößen für den GKV-vs-PKV-Vergleich im Jahr 2026 im Überblick:
| Rechengröße | Wert 2026 | Hinweis |
|---|---|---|
| Beitragsbemessungsgrenze KV/PV | 5.812,50 € | 69.750 € jährlich – darüber bleibt Einkommen beitragsfrei |
| Versicherungspflichtgrenze (JAEG) | 6.450 € | 77.400 € jährlich – ab hier ist der PKV-Wechsel möglich |
| Durchschnittlicher Zusatzbeitrag | 2,9 % | Kassenindividuell – variiert je nach Krankenkasse |
| Allgemeiner Beitragssatz GKV | 14,6 % | Mit Krankengeldanspruch |
| Ermäßigter Beitragssatz GKV | 14,0 % | Ohne Krankengeldanspruch |
| Pflegeversicherung | 3,6 % | Plus 0,6 % Kinderlosenzuschlag ab 23 Jahren |
| Mindestbemessungsgrundlage Selbstständige | 1.318,33 € | Für freiwillig versicherte Selbstständige |
Wichtige Tipps zur Entscheidung GKV vs. PKV
-
Wechsel nur über der JAEG: Angestellte dürfen erst ab 6.450 € brutto monatlich (JAEG 2026) in die PKV wechseln – und die Kündigung ist nur mit 3 Monaten Frist möglich. Wer einmal gewechselt hat, kommt meist nur schwer zurück.
-
Beamte profitieren fast immer: Als Beamter mit Beihilfe sinkt der PKV-Eigenanteil auf rund 30 bis 50 % – je nach Beihilfesatz und Familienstand. Für Beamte ist die PKV daher in den meisten Fällen die wirtschaftlich bessere Wahl.
-
Familien sind in der GKV oft günstiger: Partner ohne eigenes Einkommen und Kinder sind in der GKV beitragsfrei mitversichert. In der PKV muss für jede Person ein eigener Beitrag gezahlt werden – das macht den Vergleich für Familien besonders wichtig.