Wohngebäudeversicherung – der Ratgeber für 2026
Was sie kostet, was sie deckt und wie Sie die richtige Versicherungssumme für Ihr Haus finden.
Wohngebäudeversicherung auf einen Blick
- Was sie leistet: Sie ersetzt Schäden am Gebäude (Wände, Dach, feste Einbauten) bei Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel – bis zur vereinbarten Versicherungssumme.
- Was sie kostet: Für ein Einfamilienhaus (140 m²) meist 300 bis 500 € pro Jahr – Altbauten und höhere Deckungen sind teurer.
- Wer sie braucht: Jeder Eigentümer eines Wohngebäudes. Banken verlangen den Nachweis für Immobilienkredite, und der Verlust des Gebäudes ohne Versicherung wäre existenzbedrohend.
- Versicherungssumme: Übliche Rechnung Wohnfläche × ca. 1.800 €/m² (Neubauwert) – ergänzt um den Gebäudetyp-Faktor.
Was deckt die Wohngebäudeversicherung?
Die Wohngebäudeversicherung schützt das Gebäude selbst – also Mauerwerk, Dach, Fenster, Türen und fest verbaute Einbauten – vor den klassischen Gefahren: Feuer und Blitzschlag, Leitungswasser, Sturm und Hagel.
Optional lässt sich die Elementarschadenversicherung ergänzen, die bei Überschwemmung, Starkregen, Erdrutsch und Schneedruck zahlt. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse ist dieser Baustein inzwischen in vielen Regionen dringend zu empfehlen.
Wie viel kostet eine Wohngebäudeversicherung?
Der Beitrag hängt vor allem von Gebäudetyp, Wohnfläche, Baujahr, Region und Bauweise ab. Als Orientierung für 2026 gilt: Ein Einfamilienhaus (140 m²) mit Baujahr 1995 kostet in Westdeutschland rund 300 bis 400 € im Jahr, ein Altbau von vor 1950 400 bis 550 €, ein Mehrfamilienhaus entsprechend mehr.
Der Wohngebäudeversicherung-Rechner ermittelt zuerst die Versicherungssumme (Wohnfläche × Neubauwert × Gebäudetyp-Faktor) und wendet dann den Beitragssatz, den Baujahr-Faktor, den Regional-Faktor, den Bauweise-Faktor und den Selbstbeteiligungs-Rabatt an.
Beitragsbeispiele nach Gebäudetyp
| Gebäudetyp | Jahresbeitrag (ca., 140 m²) | Risikoeinschätzung |
|---|---|---|
| Reihenhaus | 260–380 € | gering |
| Doppelhaushälfte | 290–420 € | gering bis mittel |
| Einfamilienhaus | 300–450 € | mittel |
| Mehrfamilienhaus | 500–900 € | hoch |
| Büro-/Geschäftsgebäude | 600–1.100 € | sehr hoch |
Werte für 140 m², Baujahr 1990–1999, Westdeutschland, Massivbau und ohne Selbstbeteiligung – Durchschnittswerte 2026.
Wie berechnet sich die Versicherungssumme?
Die Versicherungssumme der Wohngebäudeversicherung orientiert sich am Wiederaufbauwert – also den Kosten, das Gebäude im Schadensfall in gleicher Art und Güte neu zu errichten. Eine übliche Faustformel: Wohnfläche × ca. 1.800 € pro m².
Bei einem Einfamilienhaus mit 140 m² ergibt sich so eine Versicherungssumme von rund 252.000 €. Denken Sie an Anbauten, Garage und Keller – diese erhöhen den tatsächlichen Wiederaufbauwert.
Wohngebäudeversicherung vs. Hausratversicherung
| Kriterium | Wohngebäudeversicherung | Hausratversicherung |
|---|---|---|
| Was ist versichert? | Das Gebäude: Wände, Dach, feste Einbauten, Leitungen | Beweglicher Hausrat: Möbel, Elektronik, Kleidung |
| Für wen? | Eigentümer | Mieter und Eigentümer |
| Beitrag | Höher – abhängig vom Gebäudewert | Gering – meist 100–200 € im Jahr |
| Empfehlung | Für Eigentümer praktisch unverzichtbar | Für jeden Haushalt sinnvoll |